Der Methodenkasten zu Wissensmanagement ist groß und vielfältig: Er reicht von IT-Werkzeugen über spezifische Wissensmanagement-Methoden wie z. B. die Wissensstafette bis hin zu Maßnahmen der Personalentwicklung, Kreativitätstechniken und vieles mehr. Wie also sich einen Überblick verschaffen?
Für das Kursbuch haben wir uns eine Clusterung entlang unterschiedlicher Aufgabenstellungen oder Use Cases entschieden:
Aber auch die verschiedenen Wissensmanagement-Modelle können als Ordnungsrahmen genutzt werden, um ihren unterschiedlichen Phasen oder Bausteinen usw. Methoden und Werkzeuge zuzuordnen.
Kommentare/Hinweise:
Wir freuen uns über Ergänzungs- oder Änderungsvorschläge. Gerne per eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).
Laut Europäischem Leitfaden zur erfolgreichen Praxis im Wissensmanagement bezeichnet Persönliches Wissensmanagement ein Selbstführungskonzept, das darauf abzielt, Wissensbestände und Lernprozesse eigenverantwortlich und geschickt zu handhaben.
Es ist ein Bündel von Konzepten, Methoden und Instrumenten zur Strukturierung und Ordnung von individuellen Wissensbeständen, welches es den Mitarbeitern ermöglicht, Verantwortung dafür zu übernehmen, was sie wissen und wen sie kennen.
Es geht damit deutlich über schlichtes Zeitmanagement und Selbstorganisation hinaus. Ausgangspunkt ist die Reflexion der individuellen Denkweisen und Handlungen, um die eigene Effizienz und die der partizipierenden Personen im Lern- und Arbeitsbereich zu verbessern.
Aspekte eines persönlichen Wissensmanagements im Überblick:
Die folgenden Methoden aus dem Maßnahmen-Portfolio, das in der Wissensmanagement Open Academy dargestellt wird, können auch im Persönlichen Wissensmanagement unterstützen:
Kompetenzrad zur Reflexion und Bewertung der eigenen Kompetenzen und damit des eigenen Wissensstandes als Grundlage für eine persönliche Wissensstrategie
Mikroartikel oder Notizen zur knappen Dokumentation wichtiger persönlicher Wissensinhalte
Und natürlich all die vielfältigen Methoden zum Wissenserwerb wie MOOCs, E-Learning, Mikroschulungen, Job Rotation usw. (in der Übersicht aus der „Gegenperspektive“ dargestellt unter Wissen weitergeben)
Einen guten Überblick über einige IT-Tools für das Persönliche Wissensmanagement bietet auch dieser Artikel von Günter Eufinger aus Community of Knowledge (erschienen März 2013).
Noch mehr Überblick liefert die 2025 erschienene Handreichung einer Fachgruppe der GfWM e.V., die vor allem an (Promotions-)Studierende gerichtet ist, allerdings wunderbar für die allgemeine Wissensarbeit herangezogen werden kann. Hier werden Fertigkeiten, Methoden und Werkzeuge vorgestellt, so wie hilfreiche Tipps für das Persönliche Wissensmanagement.
Vielleicht mehr noch als um Methoden geht es im Persönlichen Wissensmanagement um eine Grundhaltung, um die des Reflective Practitioners nach Donald Schön. Im folgenden Video erläutert von Gabriele Vollmar (Dauer 3’06 Min):
Denkaufgabe:
Welche Werkzeuge setzen Sie für Ihr Persönliches Wissensmanagement ein?
Wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?
Weiterführende Materialien (wenn Sie etwas mehr Zeit investieren wollen):
Selbstorganisation mit MindManager und Outlook, eine Anbieterdemonstartion: „Erfolgreiche Selbstorganisation mit dem MindManager„ (3:52 min, Mindjet EMEA), Ausführlichere Erklärvideos zum Thema sind dann in den Empfehlungen zu finden.
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Integration von Wissensmanagement in ein bestehendes Qualitätsmanagement mit Unterstützung von KI
mit Johanna Kremsner-Bolitschek
Johanna berichtet aus ihrer Masterarbeit zum obigen Thema auf der Basis ihrer Tätigkeiten als Laborleiterin in der Automobilzulieferer-Industrie. (Dauer: 1:00:55h)
Wir haben in den folgenen vier Unterbereichen die Praxisbeispiele zum Wissensmanagement in Organisationen und zum persönlichen Wissensmanagement unterteilt. Die ausführlicheren Praxis-Beispiele, vorwiegend aus den Live-Sessions des Wissensmanagement-MOOC sind wegen der besseren Übersichtlichkeit hier zugeordnet. Die neuesten Videos werden jeweils oben in jedem Bereich ergänzt (keine Sortierung nach Wertung):
Wie bei vielen Klassifikationen ist es auch hier so, dass diese Aufteilung nicht für jeden Fall optimal ist. Beispiele aus einzelnen Bereichen in Großkonzernen, passen z.B. ebenso für kleine Vereine oder Handwerker, wie Beispiele bei Handwerkern zu Verwaltungen passen könnten.
Ziel ist es, eine Auswahl zu geben, die Anstöße, Beispiele und Hinweise in einer gewissen Vielfalt zur Verfügung stellt, dass es Impulse für das eigenen Wissensmanagement in der eigenen Organisation oder für das eigene persönliche Wissesnmanagement gibt.
Weitere Beispiele sollen in den kommenden Jahren folgen. Gerne können Sie uns Hinweise auf gute Beispiele geben.
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Wer aus erster Hand über den praktischen Einsatz von Wikis informiert werden möchte, ist bei diesem Vortrag und der anschließenden Frage&Antwort Runde genau richtig. Martin hat langjährige praktische Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von Wikis (Dauer:1:17:00 h):
Have you always wanted to know how forecasts work in practice? How can they be used, for example, to predict developments in countries, from famine to armed conflict? Can AI help here? A report from the field (Duration: 44:31min) .
27:40 min : Will any news or media sources be used for the forecast?
28:49 min : What do you know about the assumptions made by your forecasters? What would happen if there were major changes to the situation in the near future (black swan effect)?
33:37 min : What happens to the human forecasters, the experts, in the AI era? Are they taking the role of the human in the loop? Reviewing the AI forecast?
36:47 min : Is the role of human forecasters changing even more? What changes are there in information collection and structuring?
39:45 min : Does forecast accuracy depend on the subject? Are there subjects where experts are better than the crowd, or does it differ?
42:18 min : What were your Lessons Learned about forecasting?
mit Angelika Mittelmann, Gabriele Vollmar, Sabine Wax
Thematisch schließt das Thema an den „Kompetenzkatalog – Wissensmanagement“ an.
Hier geht es nun um das konkrete Profil für die High Performer entsprechend der Kriterien nach diesem Katalog. Man sollte also das vorangegangene Thema schon etwas kennen.
Diese Aufzeichnung ist in einer BarCamp-Session des GfWM Knowledge Camp 2025 (GKC25) entstanden. Sie unterscheidet sich also etwas von den typischen WMOOC Live-Session Aufzeichnungen. (Dauer: 38:18 min)
Sinnvoller Einsatz von KI-Agenten im betrieblichen Wissensmanagement
mit Sabine Wax, inside workspace GmbH
Habt Ihr schon an AI-Agenten als Team-Mitglied gedacht oder mit mehreren KI-Agenten im Team gemeinsam gearbeitet. Wie läuft das „onboarding“ von KI-Agenten ab. Wenn euch diese Themen interessieren, ist diese Live-Session aus dem WMOOC etwas für euch. (Dauer: 1:10:47 h)
45:40 min : Könnte ein Agent auch die Rolle der Moderation im Team übernehmen? Wie läuft das Onboarding ab? Kann ein Agent seine Rolle weiterentwickeln?
48:49 min : Ist PowerPoint als Wissensquelle für KI nutzlos?
57:42 min : Welchen Vorteil bringen mehrere simultane Agenten?
59:55 min : Verständnisabgleich mit einer Teilnehmerin
1:04:37 min : Wie funktioniert es, dass jeder Agent sein eigenes LLM hat?
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Herausforderungen und Lösungen in der mechatronischen Antriebstechnik
mit Benedikt Scharf, Wittenstein SE
Die hybride Arbeitswelt verändert nicht nur, wo wir arbeiten, sondern auch, wie Wissen entsteht und geteilt wird. Spontane Begegnungen – entscheidend für den Austausch von implizitem Wissen – nehmen ab, mit spürbaren Folgen für Innovation und Zusammenarbeit.
In dieser Live Session werden die zentralen Herausforderungen des Wissensmanagements in hybriden Organisationen beleuchtet und anhand von Praxisbeispielen aus der mechatronischen Antriebstechnik gezeigt, wie Unternehmen diesen Wandel erfolgreich gestalten können. Erfahrt, welche Strategien und Tools helfen, Wissenssilos zu vermeiden und den informellen Austausch neu zu denken. (Dauer: 58:23 min)
41:41 min : Kommentar zum Thema KI im Unternehmensprozess
44:36 min : Wie groß sind das Unternehmen bzw. die beschriebene Abteilung und die einzelnen Teams?
45:13 min : Wie ist die Wissensdatenbank aufgebaut und wie wird sie gepflegt und verwaltet?
48:13 min : Was ist der Unterschied zwischen SharePoint 2019 und SharePoint Online?
49:25 min : Ist diese neue Einführung auf Gegenwehr gestoßen? Wenn ja, wie wurde dieses Problem gelöst?
52:44 min : Wie lassen sich Informationen aus alten Projekten abrufen?
56:32 min : Konntet ihr feststellen, ob sich der Aufwand am Ende gelohnt hat?
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