Archiv der Kategorie: KMU und Handwerk

Wissensmanagement bei Meusburger (WBI-Methode)

WBI (Wissen besser integrieren) ist eine  pragmatische Wissensmanagement-Methode bei der österreichischen Firma Meusburger. Des Pudels Kern ist ein funktionierendes Dokumentenmanagement mit Wissensdokumenten (WiDoks) auf Basis von Office-Dokumentformaten als „Wissensbasis“ des Unternehmens. Welche praktischen Vorteile dieses Vorgehen, z.B. auch gegenüber Wikis hat, können dem Video entnommen werden. Vor allem lassen sich Office-Dokumente von inzwischen jedem Mitarbeiter erstellen und bearbeiten (Word, Excel, Powerpoint &Co sind vorhandene Kompetenz). Mit einem intelligenten Dokumentenmanagement lassen sich diese Dokumente teilweise besser als Wiki-Beiträge nutzen, verteilen und pflegen. Rahmenbedingungen des Erfolgs sind die im Video erläuterten Prozesse, Standardisierungen und die Unternehmenskultur.

Die Meusburger Unternehmensgruppe hat derzeit (2017) ca. 1500 MA und ist stark wachsend. Sie ist nach eigener Einschätzung Marktführer bei Normalien für Spritzgieß- und Stanzwerkzeuge und international vertreten. Hohe Standardisierung bei Produkten und Prozessen, sowie das langjährige praxisorientierte Wissensmanagement, entwickelt vom Firmengründer charakterisieren das Unternehmen.

Das Video zum Praxisbeispiel ist als Live-Session im WMOOC 2017 (Januar 2018) entstanden (Dauer: 46:05 min):

 Inhalts-Index zum Video:

00:00 min: Begrüßung
00:32 min: Kurzvorstellung Meusburger
02:41 min: Wissensmanagement bei Meusburger
06:36 min: Wie ist der Stand heute
07:10 min: Beispiele für WiDoks (Wissensdokumente)
09:28 min: Metadaten von WiDoks
11:00 min: Wissensdatenbank + Fragen zu WiDoks
19:26 min: WBI Wissensmanagement Prozess
26:22 min: Zwischenfrage: Funktioniert die Suche semantisch?
27:42 min: Was bedeutet das Wissensmanagement für die Mitarbeiter
29:01 min: Der Nutzen von WBI Wissensmanagement
29:28 min: WBI Wissensmanagement Angebot
30:24 min: Angebot, das WBI-Buch kostenfrei zu erhalten
32:00 min: Beginn Fragen+Antworten
32:14 min: Wer teilt die „Ownership“ für ein Dokument zu?
33:08 min: Ist denn die Arbeit mit Dokumenten nicht veraltet?
35:47 min: Wie sind die Berechtigungen geregelt?
37:07 min: Wie werden „Lernen aus Fehlern“ oder Projektwissen gehandhabt?
38:52 min: Gibt es auch schon Ansätze, mit Videos oder Podcasts/MP3s zu arbeiten?
40:01 min: Was sind die Erfahrungen aus den Jahren? Wos sind die Stolperfallen?
42:25 min: Gibt es Anreizsysteme zur Erstellung von Wissensdokumenten?

Die WBI-Methode wird inzwischen durch ein Tochterunternehmen der Meusburger Unternehmensgruppe extern für KMU vermarktet. Aktueller Ansprechpartner ist Mario Kempf.

Wissenstransfer im KMU

Wissenstransfer in der Organisation – praktische Umsetzung

Das Praxisbeispiel von Dirk Liesch konzentriert sich auf folgende Themen und Wissenstransfer – Methoden aus seinem früheren Unternehmen und Kundenprojekten. Insbesondere die Kombination von „Interview – Methode“ (erzählen, Ergebnis MP3) und „Mitarbeiter-Workshop Methode“ (zeigen, Ergebnis Video) lässt sich sehr effektiv zum Wissenstransfer auch in KMU und Handwerk einsetzen. Video-Inhalte:

  • Erfahrungswissen ausscheidender Mitarbeiter (z.B. Ruhestand) erhalten:
    • Themen – MindMap
    • Interview – Methode (basierend auf narrativem Storytelling)
  • Projektwissen in der Organisation weitergeben:
    • Mitarbeiter – Workshop Methode
    • Ereignis – Kurve
  • Wissen der Mitarbeiter für Verbesserungen (z.B. im KVP) erschließen:
    • Ideen –Treff Methode
    • LEGO Serious Play™

Ergänzt wird dies durch die Erfahrungen, Beiträge sowie Fragen und Antworten der Teilnehmer in der zweiten Hälfte der Video – Aufzeichnung ( 68 min):

Inhalts-Index zum Video:

  • 00:00 min: Begrüßung
  • 00:55 min: Wissen im Prozess der Arbeit (Einführung)
  • 01:57 min: Wissenstransfer Einarbeitung und während der Arbeit
  • 03:58 min: Übersicht zu Wissenstransfer-Themenkomplexen in der Organisation
  • 05:03 min: Wissenspool,Knowledge Base, Infosystem: Bedeutung, Funktion, Einordnung unterstützender IT
  • 06:45 min: Wissenstransfer in der Organisation – ausgewählte Schwerpunkte
  • 08:47 min: Themen – MindMap als Template für zu übertragende(s) Wissen/Erfahrungen
  • 13:15 min: Interview – Methode (narrativ, MP3-Aufzeichnung): Vorstellung, Einsatzfälle Erfahrungen
  • 20:42 min: Projektwissen in der Organisation weitergeben
  • 21:35 min: Mitarbeiter – Workshops (Mitarbeiter für Mitarbeiter): Vorstellung, Einsatzfälle Erfahrungen
  • 27:15 min: Ereigniskurve : Vorstellung, Einsatzbereiche
  • 29:23 min: Wissen der Mitarbeiter für Verbesserungn (z.B. im KVP) erschließen
  • 29:40 min: Ideen – Treff: Kurzvorstellung
  • 31:30 min: LEGO Serious Play™: Kurzvorstellung
  • 33:44 min: Beginn des Fragen & Antwort Teils der Teilnehmergruppe
  • 34:44 min: Wie findet man bestimmte Themen in den MP3-Dateien?
  • 35:47 min: Wissensmoderator zur Unterstützung der Interviews
  • 39:39 min: Gibt es Generationsprobleme, wenn Gerneration Babybommer und Z zum Wissenstransfer aufeinandertreffen?
  • 47:57 min: Was ist, wenn MA keine Aufnahmen von sich wünschen (für unbekannte Zuseher/ Zuhörer)?
  • 55:30 min: „Now you know“-Videos: Wie macht Ihr das?
  • 57:34 min: Wie erreicht man, dass der Fachexperte das richtige Video zum richtigen Zeitpunkt auch aufruft?
  • 59:40 min: Wie bekomme ich am besten die Zustimmung des Managements?
  • 01:03:38 min: Wissenswanderung und Unterstützung des Managements (Bedenken zu „kritischen Informationen“)

Wachstum und Wissen managen – Erfahrungsbericht der c.a.p.e. IT GmbH

Wie hat sein KMU Wachstum gemanaged (von 20 auf 40 Mitarbeiter/innen) und tut es noch? Dies ist der intensive Erfahrungsbericht von Rico Barth (c.a.p.e. IT GmbH) zum ersten Mind Slam in Chemnitz am 23.10.2017.

Der Wandel vom Open Source-Dienstleister zum Open Source-Hersteller machte den Wachstumsprozess und den damit notwendigen Wandel des Unternehmens notwendig, auf allen Ebenen, wie: Organisationsstruktur, Unternehmenskultur, Mentalität und Bereitstellung sowie Weitergabe von Wissen. Falls es irgendwo wachsende KMU gibt, hier ist der Vortrag für sie (Dauer: 13:00 min):

Index des Videos:

  • 00:00 min: Begrüßung, Vorstellung
  • 00:35 min: Infos zur c.a.p.e. IT + Erläuterung der Wachstums-Herausforderung
  • 02:49 min: Wandel vom OS-Dienstleister zum OS-Hersteller
  • 03:38 min: Erläuterung des Veränderungsprozesses
  • 05:33 min: Erfahrungen+Herausforderungen bei der Umsetzung
  • 06:45 min: Erfahrungen mit Wiki + neuen Wissensprozessen
  • 07:50 min: Wandel in der Denkweise vorantreiben
  • 08:40 min: laufender Prozess des Wandels
  • 10:00 min: miteinander reden – Kommunikation
  • 11:20 min: Partner, Community + Bestandskunden

Wissensmanagement-IT-Einsatz im Augenhöhe-Projekt

Wissensmanagement-IT-Einsatz im Augenhöhe-Projekt

Im folgenden Video erläutert Rainer Bartl, wie in der Augenhöhe-Community die „Sharepoint-Alternative“ Bitrix24 als Enterprise Social Network (ESN) für kleine Organisationen zum Einsatz kommt. Da das Praxisbeispiel sich besonders gut für kleine Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe eignet, haben wir es hier aufgenommen, auch wenn das Augenhöhe-Beispiel eher in den Bereich „gemeinnützige Organisation“ gehört.  Die im Video eigesetzte Präsentation hier zum Download (PDF, 2 MByte). (Video Dauer:  48:59min)

Index des Videos:

  • 00:00 min: Begrüßung, Vorstellung
  • 01:49 min: Einleitung
  • 03:58 min: Typisierung – Lösungen für Wissensarbeit
  • 04:48 min: Nutzungs-Szenarien für Enterprise Social Networks
  • 06:17 min: Schlankes Wissensmanagement für KMU
  • 08:00 min: Marktübersicht – (Social) Intranets
  • 08:39 min: Bitrix – Enterprise Social Network als Sharepoint Alternative
  • 11:47 min: Augenhöhe – Community
  • 12:53 min: Bitrix in der Augenhöhe-Community
  • 14:33 min: Live Demo
  • 29:45 min: Mobile App
  • 31:00 min: Kalender
  • 33:00 min: Organigramm inkl. Mitarbeitern
  • 34:03 min: CRM
  • 34:19 min: Fragen und Antworten
  • 34:20 min: Wo siehst Du persönlich den Vorteil, das  System für Augenhöhe einzusetzen?
  • 36:47 min: Wie würdest Du den Nutzen des integrierten CRM für KMU oder Handwerker einschätzen?
  • 40:04 min: Wo stehen die Server für die Bitrix Kunden, welche die Cloud nutzen?
  • 41:18 min: Ist die Suchfunktion wie bei Sharepoint auch?
  • 44:33 min: Welche Wünsche hättest Du noch an die Bitrix-Lösung?

Wissensmanagement an der Hotelfachschule Hamburg

Wissensmanagement an der Hotelfachschule Hamburg

Da die Anzahl der Mitarbeiter in der Größenordnung von KMU liegt, ist dieses Beispiel hier integriert, auch wenn es sich um ein „Hochschulbeispiel“ handelt. Das Thema ist „Wissensmanagement in schulischen Lernprozessen“, wobei Schwerpunkte auf „blended learning“, „Sharing Kultur“ und „Sharepoint Anwendung“ liegen. (Dauer: 52:30 min):

Index des Videos:

  • 00:00 min: Begrüßung, Vorstellung
  • 01:40 min: Einleitung und Übersicht zur Hotelfachschule
  • 04:42 min: Schule im organisatorischen System in Hamburg
  • 05:49 min: Warum machen wir Wissensmanagement?
  • 10:49 min: Wissensmanagement als Grundlage für personalisierten Kompetenzaufbau
  • 14:00 min: Rückblick auf den Lernkulturwandel seit 2004
  • 19:21 min: Was sind operative Wissensziele (KPI) von schulischem WM?
  • 24:16 min: Beispiele aus schulischen Lernprozessen
  • 26:13 min: Blended Learning Konzept
  • 28:21 min: Gelingens- und Misslingens-Bedingungen
  • 30:20 min: Beginn des Fragen und Antworten Bereichs
  • 30:33 min: Wie wird das Blended Learning Angebot in die bisherigen Angebote integriert?
  • 33:10 min: Wie bekommt man die Kollegen zum mitmachen?
  • 34:29 mim: Für welche IT-Lösung haben Sie sich bei der Lernplattform entschieden?
  • 36:15 min: Wie wird das bisher bereits verwendete Sharepoint eingesetzt?
  • 37:51 min: Was nutzen die Studierenden und was die Lehrenden am intensivsten?
  • 39:31 min: Wie ist das Verhältnis Sharepoint – Whatsapp zum Austausch von Lerninhalten bei Studierenden?
  • 44:48 min: Was sind iBeacons und wozu werden sie genutzt?
  • 47:15 min: Welche Bereiche der ganzheitlichen Kompetenzentwicklung werden durch die WM-Lösungen adressiert?
  • 49:15 min: Was wären Ihre Wünsche für die nächsten 1-2 Jahre, die in Erfüllung gehen sollten?

Wissensmanagement in der Abteilung für Geoinformation und Kartografie – Stuttgart

Wissensmanagement in der Abteilung für Geoinformation und Kartografie – Stuttgart

Dieses sehr informative und strukturierte Fallbeispiel für Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung mit Herrn Markus Müller (Stadtmessungsamt Landeshauptstadt Stuttgart) beschäftigt sich zwar inhaltlich mit der systematischen Einführung von Wissensmanagement in der Abteilung für Geoinformation und Kartografie über die letzten 10 Jahre, ist aber auch ein tolles Beispiel zur Adaption für kleinere Unternehmen und Organisationen. Für ähnliche Abteilung in Stadt-, Landes- und Bundesverwaltungen ist es optimal. (Dauer 44:19min )

Index zum Video:

  • 00:00 min: Begrüßung, Vorstellung, Einleitung
  • 01:30 min: Motivation und fachlicher Hintergrund
  • 04:30 min: Strategien & Rahmenbedingungen (Informationsmanagement => Wissensmanagement)
  • 08:30 min: Umsetzung
  • 09:22 min: Wiki (Stufe 1, Mediawiki seit 2007)
  • 12:40 min: Aufgabenmanagement, Fehlerverfolgung, Fallbearbeitung (mit JIRA, seit 2009)
  • 16:56 min: Wiki (Stufe 2, Confluence seit Juli 2016)
  • 19:33 min: Die Besprechungskultur inkl. Gruppen und Wissensnetzwerke
  • 22:45 min: Einsatz von Methoden
  • 24:24 min: Unsere Erfahrungen (nach 10 Jahren)
  • 31:07 min: Beginn des Fragen und Antworten – Abschnitts
  • 31:10 min: An welchem Punkt wurde Informationsmanagement zu Wissensmanagement?
  • 35:17 min: Wie könnte die Ausbreitung auf andere Abteilungen erfolgen?
  • 37:03 min: Wie wird zukünftig die Betreuung der unterstützenden IT-Systeme erfolgen?
  • 38:11 min: Wie erfolgt der Übergang vom Mediawiki zum Confluence Wiki?
  • 39:51 min: Wie ist es gelungen, die Mitarbeiter für diesen Weg zu begeistern?
  • 42:03 min: Was sind Ihre Wünsche für die Weiterentwicklung in den nächsten zwei Jahren?

KMU und Handwerk

weitere Beispiele:

Weitere Beispiele sollen in den kommenden Jahren folgen. Gerne können Sie uns Hinweise auf gute Beispiele geben.


Kommentare/Hinweise:
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