Alle Beiträge von liesch

Nichtwissen

Kein Wissen ohne Nicht-Wissen; eine gute Definition und Begründung, warum auch das Nicht-Wissen im Wissensmanagement berücksichtigt werden sollte, bietet mit Bezug auf die Überlegungen von Ursula Schneider zum Management der Ignoranz [Vgl. Schneider, Ursula (2006) Das Management der Ignoranz. Wiesbaden] dieser Artikel auf der Community of Knowledge.

Sehr interessant und anspruchsvoll hinsichtlich Wissen und Nichtwissen ist außerdem dieser Artikel von Rafael Capurro zu „Skeptisches Wissensmanagement„.


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).


Weiterführende optionale Informationen:

Die GfWM THEMEN haben eine Ausgabe ganz dem Thema Ignoranz gewidmet.

Lernende Organisation

Für gutes Wissensmanagement in einer Organisation ist das Selbstverständnis als „lernende Organisation“ (hier in der Wikipedia beschrieben) sehr sinnvoll.

Zur Lernenden Organisation gibt es, basierend auf einer Geschichte von David Hutchens, ein unterhaltsames Video in englischer Sprache (16:43 Min) zur Geschichte von Otto, dem Schaf und seiner Herde:

Oder, etwas weniger bildlich, ein Video (8:00 min), das die Lernende Organisation nach den 5 Disziplinen von Peter Senge [Vgl. Senge, Peter (2011. 11. Aufl.) Die fünfte Disziplin. Kunst und Praxis der lernenden Organisation. Stuttgart] erläutert. Interessant wird dieses vor allem ab Minute 3’30:

„Eine lernende Organisation ist idealerweise ein System, das sich ständig in Bewegung befindet. Ereignisse werden als Anregung aufgefasst und für Entwicklungsprozesse genutzt, um die Wissensbasis und Handlungsspielräume an die neuen Erfordernisse anzupassen. Dem liegt eine offene und von Individualität geprägte Organisation zugrunde, die ein innovatives Lösen von Problemen erlaubt und unterstützt.“ ~Wikipedia


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Kompetenz und Können

Laut Duden bezeichnet das Verb ‚können‚, den Umstand ‚fähig zu sein, etwas auszuführen, zu leisten, zu beherrschen; imstande zu sein, etwas zu tun.

Die Begriffe ‚Können‘, Fähigkeit‘ oder ‚Fertigkeit‘ sowie ‚Kompetenz‘ werden oft gemeinsam, manchmal auch synonym verwendet. Eine gute Definition von Kompetenz bietet das D-A-CH Wissensmanagement-Glossar.

Hilfreicher als Einzeldefinitionen ist aber auch hier der Blick auf einen Gesamtzusammenhang, wie ihn z. B. die Wissenstreppe nach Klaus North bietet.

Zum Begriff Kompetenz verweisen wir hier außerdem  auf den Abschnitt „Kompetenzentwicklung“ im Beitrag zur Geschichte des Wissensmanagements. Die dort eingebundenen Videos von John Erpenbeck, erklären dies eindrücklich.


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Intellektuelles Kapital

‚Intellektuelles Kapital‘ wird als Begriff oft verwendet, wenn es um Wissensbilanzierung geht, also die Messung und Bewertung von Wissen. Eine gute und knappe Definition bietet das D-A-CH Wissensmanagement-Glossar der GfWM.


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Erfahrung und Intuition

‚Erfahrung‘ oder auch ‚Erfahrungswissen‘ und damit verbunden ‚Intuition‘ sind weitere Begriffe, die im Kontext Wissensmanagement verwendet werden.

Erfahrung beruht auf selbst wahrgenommenen Ereignissen, eigenen Erlebnissen und eigenen Handlungen. Der Begriff bezeichnet sowohl eine Einmaligkeit, also z. B. ein einmaliges Erlebnis, als auch die Summe vieler Erlebnisse und Handlungen (z. B. im Sinne von Lebenserfahrung, Berufserfahrung usw.). Erfahrung ist also eng verknüpft mit Handlung, mit der persönlichen Praxis. Sie ist daher nicht einfach übertragbar und oft auch nicht eindeutig artikulierbar.

Gerade langjährige Erfahrung mündet oft in intuitives Handeln. Eine mögliche Definition von Intuition ist auch „sedimentierte Erfahrung“.
Der US-amerikanische Psychiater Eric Berne definiert Intuition wie folgt: „Eine Intuition ist Wissen, das auf Erfahrung beruht und durch direkten Kontakt mit dem Wahrgenommenen erworben wird, ohne dass der intuitiv Wahrnehmende sich oder anderen genau erklären kann, wie er zu der Schlussfolgerung gekommen ist.“

Wir befinden uns also im Bereich des so genannten impliziten Wissens.


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Explizites und implizites Wissen

Ein sehr informatives und anschauliches Video (3:49 min) „Wissenssäulen – 3 Arten des Wissens“ von Angelika Mittelmann erläutert die Begriffe „implizites Wissen“ , „explizites Wissen“ und  „stilles Wissen“:


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Daten, Information, Wissen

Die ISO9001 definiert die drei Begriffe ‚Daten‘, ‚Information‘ und ‚Wissen‘ wie folgt:

  • Daten: „Fakten über ein Objekt“
  • Information: „Daten mit Bedeutung“
  • Wissen: „Verfügbare Sammlung von Informationen, die eine berechtige Überzeugung darstellen und mit großer Sicherheit wahr sind.“
    (DIN EN ISO9001:2015, Annex A)

Definitionen der Begriffe ‚Information‘ und ‚Wissen‘ finden sich außerdem im D-A-CH Wissensmanagement Glossar (und in zahlreichen Publikationen zum Wissensmanagement).

Hilfreicher jedoch als Einzeldefinitionen ist es, zu verstehen, wie Daten, Informationen und Wissen zusammenhängen bzw. aufeinander aufbauen. Dies erläutert anschaulich die Wissenstreppe von Klaus North, die hier bei den Wissensmanagement-Modellen zu finden ist.


Weiterführende optionale Informationen:

Wie aus Informationen Wissen wird, erläutert diese kurze Bildergeschichte anschaulich (Dauer 3’32 Min):


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Medienverzeichnis

Dies ist kein klassisches Literaturverzeichnis, sondern eine Mischung von Medien- und Literaturverzeichnis, z.B. da auch „Playlists“ und Ressourcen-Sammlungen neue Medienquellen sein können.

  1. WMooc – Videoplaylist, YouTube. 2016-10-04. Liste der Videos, die im Wissensmanagement MOOC 2016 empfohlen und genutzt wurden. initiiert von Jäger B.
  2. WMooc 16 Ressourcen, DACH-KM Wiki, 2016-10-20, Liste der Ressourcen (Artikel, Bücher, Institutionen usw.) die im WMOOC angesprochen wurden, initiiert von Jäger B., Lizenz: CC-BY-SA
  3. Jäger B. (2016), Chronologisch sortierte  „Ereignisliste“ des Wissensmanagement, (inkl. Literaturhinweise, Veröffentlichungen u.a.), bildet einen wichtigen Teil der Geschichte des Wissensmanagements über diese Ereignisse ab, jaegerWM, 2016-10-16
  4. Mittelmann A. (2011), Werkzeugkasten Wissensmanagement. Books on Demand. [Info]
  5. BMWi, Orth R. (2013), Fit für den Wissenswettbewerb -Wissensmanagement in KMU erfolgreich einführen, (10/2016)
  6. CEN/ISSS (2004), Europäischer Leitfaden zur erfolgreichen Praxis
    im Wissensmanagement, (10/2016)

Kommentare/Hinweise:
Wir freuen uns über Ergänzungs- oder Änderungsvorschläge. Gerne per eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Was bedeutet „Dieser Inhalt ist passwortgeschützt …“

… das dieser Inhalt noch in Bearbeitung ist.  Sobald er „freigegeben“ ist, ist er frei und öffentlich verfügbar.

Wir arbeiten auch schon bei der Material- und Ideensammlung an den „Plätzen“ an denen die Informationen genutzt werden sollen. Hier stehen für uns also erst einmal wilde Stichpunkte, Kommentare und ähnliches. Wenn es „sinnvoll“ zusammengefasst und „nahezu rund“ erscheint, wird es freigegeben und dann im „Curriculum“ verlinkt.

Für unsere interne Team-Arbeit ist dieses Vorgehen mit „geschützt“ effizienter als mit „in Bearbeitung“. Sie können hieraus schon erahnen, an was wir noch arbeiten bzw. was kommen wird.


Kommentare/Hinweise:
Wir freuen uns über Ergänzungs- oder Änderungsvorschläge. Gerne per eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).

Das freie Wissensmanagement-„Standardwerk“

Dieses Projekt hat das Ziel, ein dauerhaft gepflegtes freies Standardwerk zum Fachgebiet „Wissensmanagement“ zu schaffen.

„Standardwerk“ bedeutet, dass diese Website das Thema „Wissensmanagement“ umfassend behandelt, also als interaktives, multimediales, qualitativ hochwertiges „Lehrbuch“ und Nachschlagewerk zum intelligenten Umgang mit Wissen gedeiht und sich darüber zum Standardwerk entwickelt.
„Frei“ bedeutet, alle Lerninhalte dieser Site sind frei (CC-BY Lizenz, mehr siehe hier):

  • kostenfrei nutzbar (auch kommerziell), kopierbar, änderbar
  • optimiert für ganze und teilweise Wiederverwendung
  • importierbar in eigene Lernumgebungen / Lernsysteme
  • optimiert für „flipped/inverted classroom“ und „blended learning“ Nutzung

In Respekt und Anerkennung der jeweiligen Urheber und Urheberinnen ist lediglich der Urhebervermerk beizubehalten.

Ziel ist es, dass dieses freie Wissensmanagement-Lernmaterial (OER – Open Educational Resources) für „flipped / inverted classroom“ und „blended learning“ Weiterbildungsangebote sinnvoll und modular genutzt werden kann, auch kommerziell und auch importiert in andere Systeme, z.B. interne Lernumgebungen  von Organisationen/Unternehmen.

Der inhaltliche Aufbau und die Pflege der Site startete parallel zum Wissensmanagement – MOOC 2016 (WMOOC) und wird insbesondere im Rahmen der nachfolgenden WMOOCs (Oktober bis Januar bzw. seit 2025 Oktober bis Dezember) kontinuierlich fortgeführt. (hier geht es zum WMOOC auf der oncampus-Plattform).

Qualitativ hochwertige Lernmaterialien sind nicht aufwandfrei erstellbar und pflegbar. Deshalb freut sich das Projekt über finanzielle Unterstützung:  Werden Sie Unterstützer.

Was kannst du hier lernen?

„Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß“: In jeder Organisation (und auch bei jedem Einzelnen) gibt es Potenzial, den intelligenten Umgang mit Erfahrungen und Wissen zu verbessern, also  Wissensschätze zu heben und damit Leistungsfähigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern.

Inhaltlich geht es im Kurs um intelligenten Umgang mit Wissen in Unternehmen, öffentlicher Verwaltung, Handwerk und Non-Profit-Organisationen unterschiedlicher Grüße aber auch in der ganz persönlichen tagtäglichen Wissensarbeit. Was gehört z.B. dazu:

  • strategischer, bewusster und nachhaltiger Umgang mit Wissen
  • Erfahrungen bewahren
  • Mitarbeitende motivieren
  • Wissen nutzen und neu erwerben
  • Fehler reduzieren
  • DIN ISO 9001 erfüllen
  • DIN ISO 30401 umsetzen
  • Innovation stärken
  • Finden statt Suchen
  • Life Balance leben
  • effektiver Lernen

Du wirst lernen:

  • was ein intelligenter Umgang mit Wissen (Wissensmanagement) bedeutet
  • strategisch, nachhaltig und zielgerichtet mit Informationen, Wissen und Erfahrungen umzugehen
  • die Erfahrungen ausscheidender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben, zu bewahren und zu nutzen
  • die kooperative Zusammenarbeit in Teams zu verbessern und Mitarbeitende unterschiedlicher Unternehmensteile oder neuer Tochterfirmen miteinander zu vernetzen
  • aus Projekten, Erfahrungen und Fehlern zu lernen
  • die systematische Weiterbildung der Organisationsmitglieder und von sich selbst zu verbessern
  • eine systematische Übersicht, Ordnung, Weitergabe und Pflege von Informationen, Dokumenten, Wissen und Erfahrung in deiner Organisation zu schaffen
  • die Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskultur zu verbessern
  • neue innovative Methoden kennenlernen und anwenden
  • die Wissensmanagement-Anforderungen der DIN ISO 9001: 2015 zu erfüllen
  • Good Practice-Beispiele anderer Unternehmen und Organisationen kennenlernen
  • IT-Systeme und IT-Unterstützung einzuschätzen, zu bewerten, sinnvoll auszuwählen, einzuführen und einzusetzen
  • KI-Lösungen einzuschätzen, sinnvoll auszuwerten und sicher zu nutzen
  •  u.v.a.

Wie entstehen die Lerninhalte?

Wir (Gabriele Vollmar, Dirk Liesch – Link zu unserm Kurzprofil) sehen uns als Initiatoren, Autorinnen, Lektoren und Moderatorinnen dieses Projektes. Das heißt, wir möchten nicht alles selbst schreiben, sondern qualitativ hochwertige Informationen zu diesem Fachgebiet ausgewählt, bewertet und in geeigneter Struktur frei zur Verfügung stellen, d.h. kuratieren. Auch du kannst also Teilgeberin (Autorin, mit Namensnennung) sein, wenn dein Beitrag unsere Qualitätskontrolle besteht.

Dort, wo wir bisher keine hochwertigen freien (zumindest frei über Internet lesbaren) Lerninhalte empfehlen können, werden wir selbst als Autoren tätig sein, und diese Inhalte bereitstellen, bis es bessere Alternativen gibt.

Die Pflege und Weiterentwicklung der Site erfolgt parallel zum Curriculum des Wissensmanagement-MOOC (jährlich Oktober bis Dezember) und aus dem Feedback und den Hinweisen der Teilnehmer des WMOOC.

Der WMOOC gliedert sich in drei Module, an denen du dich auch im freien Kursbuch orientieren kannst:

·         Modul 1 – Grundlagen (Oktober)

·         Modul 2 – WM einführen (November)

·         Modul 3 – Methoden (Dezember)

Unter dem Navigationspunkt „Curriculum“ schlagen wir einen Lernpfad vor, in welcher Reihenfolge die Inhalte dieser Site vollständig und mit welchen Lernzielen erworben werden können. Dies ist eine strukturierte Führung durch die Inhalte dieser Site, angelehnt an das Profil „Wissensmanager:in“ des Kompetenzkatalogs Wissensmanagement der der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. (GfWM e.V.) an dessen Erstellung Gabriele und Dirk mitarbeiten. Das Curriculum des WMOOC ist entsprechend aufgebaut.


Kommentare/Hinweise:
Wir freuen uns über Ergänzungs- oder Änderungsvorschläge. Gerne per eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).