Archiv der Kategorie: Unternehmen und Konzerne

Onboarding / Einarbeitung bei LWL (Regionalverbund) und GOLDBECK (Beton- & Stahlbau)

Im Livesession-Video des WMOOC 2017:
„Onboarding leicht gemacht – die effiziente Einarbeitung durch strukturierten Wissenstransfer in der Praxis“

stellen Lisa Grefe und Katharina Schweitzer anhand der beiden Praxisbeispiele:

  • LWL (Landschaftsverband/Regionalverbund Westfalen-Lippe)
  • GOLDBECK (Beton- & Stahlbau)

eine Vorgehensweise für möglichst effektive und dabei auch effiziente Einarbeitung / Onboarding vor. Ein Kern der Vorgehensweise ist der Einsatz von MindMaps, eine der Visualisierungsmethoden, die meist zu den Wissenslandkarten zugeordnet wird (siehe auch das sehr interessante Video von Anette Hexelschneider zur Visualisierung). Entscheident sind aber die im Video erläuterten Gesamtprozesse (Dauer 41:54 min).
Inhalts-Index zum Video:

00:00 min: Begrüßung
00:28 min: Vorstellung & Einführung
04:36 min: Onboarding – Verständnis
08:33 min: Was gehört zu einem guten Onboarding-Prozess?
11:24 min: Praxisbeispiel – LWL (Landschaftsverband/Regionalverband Westfalen-Lippe)
13:13 min: Prozesskette zur Azubi-Einarbeitung
15:31 min: Die Prozessschritte detaillierter erläutert
16:52 min: Nutzung der Wissenslandkarte (Mind Mapping)
23:34 min: Transferplan
24:19 min: Transfermethoden
26:47 min: Praxisbeispiel GOLDBECK (Beton- & Stahlbau)
29:31 min: Wissensvermittlung in der Einarbeitungszeit
33:30 min: Beginn Fragen & Antworten
33:33 min: Wie erfolgt die Abgrenzung zwischen überregionalen Themen und Abteilungsthemen?
34:48 min: War die soziale Integration mit Bestandteil der Einarbeitungsplanung?
36:00 min: Finden sich die Werte (Unternehmenskultur) auch bei der Auswahl der Methoden wieder?
37:57 min: Gab es Unterschiede hinsichtlich Nachfolger „überlappend“ oder erst später da?
39:09 min: Was sind die Lessons Learned bzw. Erfahrungen aus den beiden Projekten?

Wissensmanagement bei Meusburger (WBI-Methode)

WBI (Wissen besser integrieren) ist eine  pragmatische Wissensmanagement-Methode bei der österreichischen Firma Meusburger. Des Pudels Kern ist ein funktionierendes Dokumentenmanagement mit Wissensdokumenten (WiDoks) auf Basis von Office-Dokumentformaten als „Wissensbasis“ des Unternehmens. Welche praktischen Vorteile dieses Vorgehen, z.B. auch gegenüber Wikis hat, können dem Video entnommen werden. Vor allem lassen sich Office-Dokumente von inzwischen jedem Mitarbeiter erstellen und bearbeiten (Word, Excel, Powerpoint &Co sind vorhandene Kompetenz). Mit einem intelligenten Dokumentenmanagement lassen sich diese Dokumente teilweise besser als Wiki-Beiträge nutzen, verteilen und pflegen. Rahmenbedingungen des Erfolgs sind die im Video erläuterten Prozesse, Standardisierungen und die Unternehmenskultur.

Die Meusburger Unternehmensgruppe hat derzeit (2017) ca. 1500 MA und ist stark wachsend. Sie ist nach eigener Einschätzung Marktführer bei Normalien für Spritzgieß- und Stanzwerkzeuge und international vertreten. Hohe Standardisierung bei Produkten und Prozessen, sowie das langjährige praxisorientierte Wissensmanagement, entwickelt vom Firmengründer charakterisieren das Unternehmen.

Das Video zum Praxisbeispiel ist als Live-Session im WMOOC 2017 (Januar 2018) entstanden (Dauer: 46:05 min):

 Inhalts-Index zum Video:

00:00 min: Begrüßung
00:32 min: Kurzvorstellung Meusburger
02:41 min: Wissensmanagement bei Meusburger
06:36 min: Wie ist der Stand heute
07:10 min: Beispiele für WiDoks (Wissensdokumente)
09:28 min: Metadaten von WiDoks
11:00 min: Wissensdatenbank + Fragen zu WiDoks
19:26 min: WBI Wissensmanagement Prozess
26:22 min: Zwischenfrage: Funktioniert die Suche semantisch?
27:42 min: Was bedeutet das Wissensmanagement für die Mitarbeiter
29:01 min: Der Nutzen von WBI Wissensmanagement
29:28 min: WBI Wissensmanagement Angebot
30:24 min: Angebot, das WBI-Buch kostenfrei zu erhalten
32:00 min: Beginn Fragen+Antworten
32:14 min: Wer teilt die „Ownership“ für ein Dokument zu?
33:08 min: Ist denn die Arbeit mit Dokumenten nicht veraltet?
35:47 min: Wie sind die Berechtigungen geregelt?
37:07 min: Wie werden „Lernen aus Fehlern“ oder Projektwissen gehandhabt?
38:52 min: Gibt es auch schon Ansätze, mit Videos oder Podcasts/MP3s zu arbeiten?
40:01 min: Was sind die Erfahrungen aus den Jahren? Wos sind die Stolperfallen?
42:25 min: Gibt es Anreizsysteme zur Erstellung von Wissensdokumenten?

Die WBI-Methode wird inzwischen durch ein Tochterunternehmen der Meusburger Unternehmensgruppe extern für KMU vermarktet.

Bosch Expert Organization (BEO) – Expertennetzwerk bei Bosch

Wenn die Vernetzung von Experten in der eigenen Organisation und die Nutzung deren Kompetenz auch übergreifend, evtl. auch international, ein Thema ist, ist dies eine interessante Beispiellösung für größere Organisationen.

Dieses Video zur Bosch Expert Organization (BEO) entstand mit Jürgen Ebmeyer und Lothar Maier (zwei BEO-Machern von Bosch) als Praxisbeispiel im Rahmen des Wissensmanagement-MOOC 2017 gemeinsam mit der GfWM Regionalgruppe Stuttgart. An die ca. 36 min Vortrag und Vorstellung von BEO schließen sich weitere ca. 36 min Fragen und Antrworten an (gesamt: 1h 12 min):


Inhalts-Index zum Video:

  • 00:00 min:   Vorstellung
  • 00:40 min:   Bosch und Abteilung
  • 04:06 min:   BEO Bosch Experts Organization – Einleitung
  • 05:12 min:   Motivation zur Wissensteilung
  • 09:05 min:   Geschichte von BEO
  • 10:36 min:   3 Elemente von BEO heute
  • 13:21 min:   Wie wird man BEO-Experte?
  • 16:36 min:   die Rolle BEO Experte (Erwartungen, Aufgaben)
  • 18:27 min:   Suche nach einem Experten oder einer Community
  • 20:41 min:   Bosch Topic Areas (Taxonomie)
  • 21:44 min:   Bosch als agile Organisation + Topic Areas
  • 26:23 min:   Agile Zusammenarbeit und Ideen-Verwirklichung
  • 29:18 min:   Wichtige Etappen in der Entwicklung von BEO und vom knowledge management zu competences
  • 34:08 min:   Facts and Figures zu BEO
  • 36:57 min:   Ende des Vortrages, Beginn der Fragerunde (nur noch Audio)
  • 37:26 min:  Was waren wichtige Gründe für die Entwicklungsschritte seit 1996?
  • 40:55 min:   Was wird als Enterprise Search verwendet?
  • 41:06 min:   Hängt BEO auch mit der Bosch Fachkarriere zusammen?
  • 41:48 min:   Gibt es noch allgemeinere WM-Bereiche?
  • 43:44 min:   Wo mussten Sie welche Erfahrungen sammeln, die zum jetzigen BEO Ergebnis geführt haben?
  • 45:00 min:   Messen Sie den Erfolg von BEO?
  • 46:26 min:   Gibt es Anreizsysteme für die Expertenrolle?
  • 47:27 min:   Wie steht Betriebsrat zu Themen der „Experten-Findung?
  • 48:21 min:   Wie erfährt ein neuer Mitarbeiter, dass es BEO gibt?
  • 49:06 min:   Spüren die Kunden schon etwas von der Agilität?
  • 50:24 min:   Was passiert, wenn ein Experte vorgeschlagen wurde und nicht möchte?
  • 51:02 min:   Was ist, wenn sich ein Experte im Nachhinein nicht als Experte herausstellt?
  • 51:51 min:   Missbrauch (Headhunter Thema) – ist das ein Problem, wie ist Umgang damit?
  • 54:18 min:   Welche Entwicklungen gibt es hinsichtlich der Expertenzahl und aufs Vorschlagswesen?
  • 56:12 min:   Wie sind die Vorgehensweisen hinsichtlich Sprachen und Übersetzungen?
  • 58:21 min:   Zeigen Sie auch Kompetenzen an, die nicht direkt mit dem Job zusammenhängen?
  • 59:20 min:   Welche Länder sind besonders aktiv?
  • 60:00 min:   Gibt es online Workshops oder Qualitätszirkel?
  • 61:44 min:   Wie ist der Austausch der Experten untereinander?
  • 62:10 min:   Präsentieren die Experten ihre Ergebnisse auch?
  • 62:47 min:   Wieviele Menschen/Admins betreuen BEO?
  • 64:30 min:   Was waren die größten Herausforderungen und Konfliktpotentiale bei der Einführung von BEO?
  • 71:37 min:   Kann auch das Management an BEO teilnehmen?

Wissensmanagement bei BSH Hausgeräte GmbH

Wissensmanagement bei BSH Hausgeräte GmbH im Produktbereich Wäschepflege am Standort Berlin

Das sehr informative Video ist im Rahmen des Wissensmanagement-MOOC 2016 als Fallbeispiel/Praxisbeispiel in Form eines Video-Interviews mit Frau Carmen Heinze und Herr Norbert Delfendahl (BSH,Berlin) entstanden. Inhaltlich geht es um die Entwicklung des prozessorientierten Wissensmanagements bei BSH mit dem Projekt K:E.E.P. Sehr interessant ist dabei die Balance zwischen dezentral bedarfsorientiertem Ansatz und zentraler Steuerung und die Verbindung von Wissensmanagement und Prozessmanagement. (Dauer: 58:07 min)

Index zum Video:

  • 00:00 min: Begrüßung, Vorstellung
  • 01:40 min: Einleitung – warum Wissensmanagement
  • 02:10 min: Zusammenhang zwischen Wissens- und Prozessmanagement
  • 03:20 min: Ausgangssituation, Rahmenbedingungen, Zielsetzung
  • 06:11 min: K:E.E.P. – Knowledge Management: Experienced, Effective, Process-oriented
  • 10:56 min: K:E.E.P. – Grafik und Konzepterläuterung
  • 13:52 min: begleitendes Change Management
  • 15:08 min: K:E.E.P. – Beratung (Stufenmodell / Ablauf)
  • 20:50 min: Wissenskreislauf – Nutzung
  • 21:18 min: K:E.E.P. – Change Management
  • 23:37 min: Zwischen-Fazit zum Roll-out und Konzeptumsetzung
  • 28:40 min: Beginn Fragen und Antworten
  • 29:39 min: Wie wird das im K:E.E.P. Team aufgebaute Wissen genutzt?
  • 32:34 min: Aus welchen Bereichen kommen die K:E.E.P. Team-Mitglieder?
  • 34:53 min: Was sind die Hauptthemen, die bei Ihnen wiederholt auftauchen?
  • 35:51 min: Wie weit ist die „Motivation“ fortgeschritten? Kommen die Abteilungen inzwischen von selbst?
  • 38:59 min: Benötigt man nicht doch ein Tool um das Wissen zu verwalten?
  • 43:54 min: Wie schwierig ist es, die Balance zwischen dezentral bedarfsorientiert und zentraler Steuerung zu halten?
  • 48:24 min: Wie ist das Aufwandsverhältnis zwischen Motivation (Change Prozess) und Beratung?
  • 51:21 min: Was sind typische KPI bei Ihnen?
  • 52:37 min: Wie trägt man K:E.E.P. nicht nur übers Management ins Unternehmen?
  • 55:51 min: Was sind Ihre größten Herausforderungen für die nächsten ein bis zwei Jahre?

Wissensmanagement bei der Europäischen Raumfahrtagentur

Wissensmanagement bei der Europäischen Raumfahrtagentur

Herrn Siegmar Pallaschke mit Unterstützung von Frau Dr. Roberta Mugellesi Dow (beide ESA) berichtet im folgenden Video über die langjährigen konkreten Erfahrungen der ESA aus der Entwicklung ihres Wissensmanagement sowie den erreichten Stand daraus.  Viele weise Hinweise erwarten sie. (Dauer 59:57 min)

inhaltlicher Index zum Video:

  • 00:00 min: Begrüßung, Vorstellung, Einleitung
  • 02:08 min: Vorstellung – European Space Agency (ESA)
  • 07:02 min: Warum haben wir Wissensmanagement durchgeführt?
  • 10:35 min: Wissensmanagement bei der ESA (Entwicklung, Milensteine)
  • 13:22 min: Wissensmanagement Ablauf + Bereiche (inkl. Publikationsübersicht)
  • 16:31 min: Aspekte zur ISO 9001:2015
  • 21:25 min: Artur Anderson Gleichung zu Wissen, K=(P+I)²
  • 24:50 min: Kennzahlen (Quantitativ, Qualitativ)
  • 28:00 min: Beobachtungen / Lessons Learned
  • 30:55 min: Ausführungen zur „wohl definierten Zielsetzung und durchgängigen Strategie“
  • 33:35 min: Lessons Learned – Gruppengrößen,Fokus, Kontinuität, Werbung, Motivation
  • 38:46 min: Beginn F&A Teil
  • 39:34 min: Was sind die erfolgreichsten Wissensinstrumente? (Portal – Suche)
  • 41:29 min: Expert Debriefings
  • 42:26 min: Gibt es definierte Abläufe für „Lessons Learned“ in Projekten?
  • 45:19 min: Wie werden Experten für das Expert Debriefing ausgewählt und was wird jeweils der Inhalt?
  • 51:30 min: Wissensteilen vs. Informationsflut anhand der Anderson Gleichung K=(P+I)²
  • 53:08 min: Was macht das Expert Directory so erfolgreich?
  • 56:53 min: Was sind die Herausforderungen für die nächsten 1-2 Jahre?
  • 59:02 min: Schlusswort

Wissensmanagement bei Festo

Wissensmanagement bei Festo

Das folgende Video ist ein sehr interessanter und lehrreicher Einblick in das Wissensmanagement bei Festo (Dauer:  28:51 min, Petra Möller):

inhaltlicher Index zum Video:

  • 00:00 min: Einleitung / Vorstellung
  • 02:10 min: Wissensmanagement bei Festo
  • 02:48 min: Knowledge Management Strategy Map
  • 05:03 min: Wie hat sich WM bei Festo über die Jahre entwickelt?
  • 10:40 min: Was ist die Aufgabe Deines Bereiches in Sachen Wissensmanagement?
  • 14:06 min: Wie schafft Ihr Motivation und Akzeptanz für das Thema?
  • 17:50 min: Wie kann man sich die strukturierten Lessons Learned Prozesse vorstellen?
  • 20:36 min: Was verbirgt sich hinter „Mittagswissen“?
  • 22:40 min: Wie hängen Wissens- und Kompetenzmanagement bei Euch zusammen?
  • 25:34 min: Was waren die besonders positiv und welches die eher zäh gelaufenen Themen über die Jahre?

Unternehmen und Konzerne

weitere Beispiele:

Eine Lösung zum Finden von Experten im Unternehmen ist die Lösung „Ask the Brain “ der Swisscom. Auf dem KnowledgeCamp 2016 wurde dazu der folgende Podcast aufgenommen (Dauer ca. 35 min) : Podcast „Wissensmanagement 2.0 bei der Swisscom“ (Lizenz : CC-BY) von Martin Geisenhainer (Interviewer: Simon Dückert)

Fraport AG – Wissensmanagement mit Confluence-Software“ (22:56 min, youtube), ist ein Praxisbeispiel zum Einsatz eines Enterprise  Wiki.

Ein innovatives Beispiel zur Mitarbeiterqualifizierung/-weiterbildung und Wissensmanagement zu modernen Fachthemen sind z.B. die „voestalpine digitalks“ von denen hier Teil 3 als Beispiel integriert ist:

 

Weitere Beispiele sollen in den kommenden Jahren folgen. Gerne können Sie uns Hinweise auf gute Beispiele geben.


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier in der XING-Diskussion, oder (notfalls, wenn kein XING-Account gewünscht) als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren (Gabriele Vollmar und/oder Dirk Liesch).